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Vergebene Kellerpunkte

Montag, 1. April, 2019 | Frauenmannschaft

MoGoNo - LHV Nord (23:22)

Am Samstag, den 30. März begaben sich die Mädels vom LHV Nord in die Erich-Kästner Schule zur Rückrunde gegen die Damen von MoGoNo. Die Halle war gefüllt mit Supportern der Gegner (28/100 angekündigten Fans), doch einige unserer Anhänger nahmen ebenfalls den Weg auf sich, um tatkräftige Unterstützung zu leisten. Heute waren Teamgeist und Nervenstärke gefragt. Dementsprechend wurde das Training unter der Woche angepasst, der Fokus auf den Spielaufbau und das schnelle Umschaltspiel gesetzt und vor Spielbeginn nochmal alle eingeschworen, dass nichts
anderes als ein Sieg zählte. Mit völlig deplatzierter Aufregung ging es bereits in die Erwärmung, welche sich  letztendlich dann auch auf das Spiel übertrug. Wir hatten bereits in den Anfangsminuten Probleme uns in der Abwehr zu sortieren. Es wirkte beinahe so, als wäre man mit dem Spiel der Gastgeber überfordert gewesen. Es wurde nicht richtig zugepackt und gleichzeitig nicht geschoben, sodass unsere Torhüterinnen teilweise ziemlich alleine gelassen wurden.
Im Angriff nahmen wir das Tempo nicht mit nach vorne und auch die Pässe wurden nicht so platziert gespielt, wie wir es selbst von unserer Rückrundenleistung erwartet hatten. Weniger kreativ und nur schleppend kämpfte man um jedes Tor. Glück hatten wir, dass unsere Gegner ebenfalls immer wieder  Schwächephasen aufwiesen, welche ein deutliches Absetzen verhinderten. Bis dato war die Leistung unserer Mannschaft nicht diese, welche man erwartet hatte. Zum Ende der ersten Halbzeit schwächelte unser Gegner für einen längeren Augenblick. Erstmalig nutzte man diese Phase aus und begann das Tempo ein wenig zu steigern. Das ähnelte schon eher dem Handball, der heute auf dem Tagesplan gestanden hatte. Mit diesem Endspurt erarbeitete  man sich einen Halbzeitstand von 12:10. Jeder Spielerin war bewusst, wenn man jetzt dort anknüpft und sich völlig anders präsentiert, wäre ein Sieg die Mindestentschädigung unsererseits. Nur so konnten die Gastgeber in heimischen Stätten jetzt noch in die Knie gezwungen werden, denn diese hatten in den ersten 30 Minuten auf Grund unserer Spielweise bereits neues Selbstbewusstsein tanken können. So starteten wir motiviert in die zweite Halbzeit. Das Problem dabei, auch in diesen 30 Minuten fehlte in vielen Situationen die Konzentration und der Drang zum Torabschluss, obwohl einiges an Willenskraft spürbar war. Zwar agierte die Abwehr nun mehr im Kollektiv, doch unser Angriff präsentierte sich weiterhin sehr unkreativ und langsam. Mühsam versuchte man sich immer wieder heran zu kämpfen, doch dafür hätte jede Spielerin heute Verantwortung übernehmen müssen. Dies blieb leider aus, so wie der Tatendrang Tore werfen zu wollen. Gegen Ende der Partie versuchte man vereinzelt Wiedergutmachung zu leisten und es entstanden einige ansehnliche Szenen, doch leider zu spät. Die letzten Spielminuten zeigten ein knappes Kopf- an- Kopf- Rennen, welches erneut nicht zugunsten unserer Seite endete.

Zusammengefasst haben wir  definitiv nicht das gezeigt, was eigentlich in unserer Handballmediathek steckt und abrufbar sein müsste. Wir haben uns dem “Tempo” des Gegners angepasst und es nicht geschafft unsere eigenen Stärken abzurufen. Tipps und Anweisungen vom Trainerstab wurden nicht umgesetzt und durch massive technische Fehler, sowie die fehlende Willenskraft und Konzentration im Torabschluss erlangte man ein Endergebnis von 23:22.
Für uns heißt es nun ganz schnell wieder sich auf die Tugenden des Handballsports zu besinnen:
Einsatz- und Laufbereitschaft im Angriffs- und Abwehrspiel, Schnelligkeit und Torgefahr ist von jeder
Position auszuüben und auch Spielfreude kann man sich erarbeiten, in dem man umsetzt was man Woche für Woche trainiert und sich mit Toren belohnt. Am Samstag wurde nicht nur ein weiteres
Spiel unnötig verloren, sondern auch der 8. Tabellenplatz an den SC DHfK Leipzig abgegeben und der
Abstand zum Tabellenkeller auf magere 4 Punkte verkürzt!
Jetzt heißt es in sich gehen, die richtigen Schlüsse ziehen und in den letzten drei Saisonspiele die richtige
Reaktion zeigen! Aus Liebe zum Sport!