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Und die Moral der Geschicht, am Ball lag es nicht!

Sonntag, 10. Februar, 2019 | Frauenmannschaft

Lok Wurzen - LHV Nord (24:21)

Zum gestrigen Samstag nahmen unsere Damen die Reise nach Wurzen auf sich. Heute im Gepäck, zu viel Höhenflug gemischt mit Unsicherheit. Nach der knappen Niederlage im Hinspiel waren wir uns bewusst, dass das Unterfangen in Wurzen Punkte zu holen nicht unbedingt leichter sein wird. So startete die Partie und bereits in den ersten Minuten wurde ersichtlich, dass unsere Damen ihren überzogenen Höhenflug der Woche ganz schnell in Befangenheit umwandelten. Kleines Dejavu zur Hinrunde! In den ersten Angriffssituationen kamen unsere Mädels nicht mal in die Situation zum Torabschluss zu gelangen, da bereits im Aufbauspiel der Ball nach zwei bis drei Pässen den Weg in gegnerische Hände fand oder gar direkt im Seitenaus zu suchen war. Nach allen Korrekturversuchen und Umstellungen half weder ein Time-out, noch verbale Anweisungen. Bis zur zwanzigsten Minute konnte man sich wenigstens noch auf unsere offensive Abwehrstruktur verlassen. Doch stellten sich unsere Damen immer wieder selbst das Bein mit technischen Fehlern. Diese verhinderten zum einen richtig ins Spiel zu finden und zum anderen sich selbst für gute Abwehrarbeit zu belohnen. In den letzten 10 Minuten bis zur Halbzeit verschleuderten die Damen ihren Ausgleich und tauschten diese gegen einen Stand von - 5 Toren zur Halbzeit ein (14:9). Ganz klare Diagnose: wir standen uns selbst im Weg! So schlürften aus der Kabine hängende Schultern, welche sich auf das Feld für Halbzeit 2 neu positionierten. Das Selbstvertrauen und die positive Energie von den letzten Spielen war heute nicht zu finden auf dem Feld und so konnten sich unsere Mädels sichtlich aus dem Bann der Unkonzentriertheit mal wieder nicht befreien. Der Rückstand aus der ersten Halbzeit ließ sich nicht aufholen und die erfahrenen Gastgeber aus Wurzen wussten diese Darbietung unsererseits adäquat auszunutzen und setzten noch einen drauf (23:15).
Nach der letzten Auszeit von der Trainerbank in der 53.ten Minute zeigten die Mädels in abgeschwächter Form, was eigentlich möglich gewesen wäre heute. In den letzten sieben Minuten spielten wir auf einmal das Tempo, worauf man bisher sehnlichst warten musste und erstmalig belohnten wir uns mit einfachen Toren (2:6 Tore im Verlauf). Allerdings war zu diesem Zeitpunkt nur noch Schönheitskorrektur des Spielstandes möglich.

Ein Spiel, was unsere jungen Damen hoffentlich wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt hat und aufweisen konnte, wie nah Sieg und Niederlage beieinander liegen. Etwas positives hat diese Pleite allerdings: mit diesem neu erworbenen Gefühl von Höhe und Tiefe zugleich, möchte wahrscheinlich keine der Damen noch mal konfrontiert werden in der Rückrunde und so bleibt festzuhalten, dass man manchmal erst durch solche bitteren Spiele als Mannschaft gehen muss, um danach wieder den richtigen Kurs ansteuern zu können. Wir bleiben dran! Köpfe können durchaus mal kurz hängen, aber jetzt heißt es Krone richten, denn Borna steht vor der Tür! Ein Spiel das nach Wiedergutmachung schreit!