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Starkes Spiel – für 33 Minuten

Mittwoch, 19. Dezember, 2018 | B-Jugend

TuS Mockau - LHV Nord 25:14 (8:7)

Heute ging es zum sehr starken Tabellenzweiten, zur TuS Mockau. Diese Mannschaft hatte in der bisherigen Saison erst ein einziges Spiel verloren, und das gegen den verlustpunktfreien Tabellenführer. Wir wussten also, welch schwere Aufgabe uns erwartete. Gleichwohl wollten alle Spielerinnen und die Trainer ein gutes Spiel abliefern, um vielleicht doch ein oder zwei Punkte mit nach Hause zu bringen. An der Motivation sollte es definitiv nicht scheitern, die war zweifelsohne sehr hoch.

Das Spiel stand jedoch unter keinem guten Stern, fielen doch gleich unsere beiden Torhüter aus. Ohne Torhüter anzutreten in so einem Spiel, ist sehr hart. Aber auch dies sollte keinen negativen Einfluss haben. Die Torhüterposition wurde heute von unserer Linksaußen übernommen – und das war gut so! Marlene hat im Tor nicht alles halten können, dazu fehlt einfach die Erfahrung auf der Position. Aber sie hielt, so gut es eben ging dagegen und fischte den ein oder anderen Ball der Marke „unhaltbar“ raus. Daher vorab ein großes Dankeschön und ein dickes Lob für diese Leistung.

Was ab dem Anpfiff passierte, hat mich sehr beeindruckt. Das Team lief und kämpfte, jede Einzelne ging an die Grenzen des Machbaren und des Erlaubten. Kurz – es kam all die Motivation, das Vorhaben und der Wille auf die Platte, etwas Großes abzuliefern zu wollen. An der Seitenlinie war zu spüren, dass sich alle etwas vorgenommen hatten, was schnell ersichtlich wurde. Die Verteidigung sah sehr sicher aus. Die Mädels arbeiteten konzentriert gegen Ball und Gegenspieler. So konnten wir freie Würfe fast immer verhindern und es unserer Torhüterin sehr leicht machen. Im Angriff konnten wir endlich mal alles sehen, was so oft im Training geübt wurde. Es wurde gekreuzt, eingelaufen, der Kreis arbeitete ohne Unterlass. Wenn es nötig war, wurde bewusst das Spieltempo heraus genommen und wieder neu aufgebaut. Da war insgesamt sehr viel Bewegung und Zug zum Tor zu beobachten. Allerdings wollen wir auch nicht verschweigen, dass dennoch drei Tore für die Gastgeber nach Kontern fielen, nachdem der Ball entweder zu dicht an der Abwehr oder aber ein ungenauer Pass gespielt wurde. Dafür gelang es unserem Team aber auch häufig, Pässe des Gegners abzufangen und zu eigenen Tempogegenstößen zu nutzen. Leider war die Effizienz noch nicht ganz so optimal. Bei besserer Konzentration und Präzision im Abschluss hätten allein aus diesen Situationen zwei oder auch drei Tore mehr rausspringen müssen. So ging es mit einer knappen und glücklichen Führung für die Gastgeber in die Kabine.

Die zweite Halbzeit knüpfte nahtlos an die erste Hälfte an. Von den beiden Mannschaften wurde ein wunderbares, schnelles Handballspiel geboten, kampfbetont und dennoch außerordentlich fair. Im ganzen Spiel gab es nicht eine 2-Minuten-Strafe. Das sieht man in dieser Altersklasse nicht alle Tage. So begegneten sich die beiden Teams auf absoluter Augenhöhe. Schade nur, dass so ein Spiel 50 Minuten dauern muss, und nicht nur 33 Minuten lang ist. Denn bis zur 33. Minute war unser Team ebenbürtig und mitten im Spielgeschehen. Es folgte ein nicht für möglich gehaltener Bruch im Spiel. Im Angriff wurden reihenweise die Bälle hergeschenkt, meist durch ungenaue Zuspiele oder Fangfehler. Manchmal waren die Pässe zu dicht vor der Abwehr gespielt und für die Abwehr antizipierbar. Die Torwürfe wurden nicht mehr erfolgreich verwandelt. Die gewonnenen Bälle wurden durch die Gastgeber zumeist durch einen langen Pass in den Konter gespielt und verwandelt. So kam es, dass den Gastgebern zwischen der 33. und der 42. Minute ein 8:0-Lauf gelang und das Spiel durch die so erzielte 21:11-Führung leider entschieden war.

Es ist eine Floskel, aber ein Spiel dauert nun mal 50 Minuten. Was alle sehen konnten, Trainer, Zuschauer und sicherlich auch die Spielerinnen selber, war, dass unser Team sich unglaublich toll entwickelt hat. Das Spiel heute, abgesehen von den angeführten zehn Minuten Kunstpause, war das beste Spiel unseres Teams in der bisherigen Saison – und das als junger Jahrgang in dieser Liga. Darauf, Mädels, können wir definitiv aufbauen. Wenn es dann noch gelingt, die Konzentration über die gesamte Spielzeit konstant hoch zu halten, dann werden wir noch einige Ausrufezeichen setzen!

An der insgesamt hohen Niederlage mag es sich komisch lesen, aber dennoch: Ich bin sehr stolz auf euch!

Es spielten für den LHV Nord: Marlene – Maria, Luisa, Lea, Johanna, Elisabeth, Victoria O., Anna S., Jessica, Mette und Janice

LHV Nord – Aus Liebe zum Sport!