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Souveräner und nie gefährdeter verdienter Auswärtssieg

Sonntag, 23. Dezember, 2018 | B-Jugend

 

Wbl B - Jugend

SG Germania Zwenkau - LHV Nord 19:22 (9:13)

Am heutigen Sonntag ging es für unsere wJB nach Zwenkau. In den letzten Jahren war es für uns immer eine schwere Aufgabe. Die aggressive Grundstimmung in den Spielen ließen oft spielerische Klasse vermissen, stattdessen gab es immer viele Strafen auf beiden Seiten. Wir wussten also um die Schwere der Aufgabe. Hinzu kam, dass das Spiel bereits früh angepfiffen wurde, was gerade den Auswärtsfahrern nicht gerade entgegenkommt.

Das Hinspiel haben wir trotz zwischenzeitlicher 5-Tore-Führung sehr knapp mit einem Tor Vorsprung verdient gewonnen. Nun galt es, dieses positive Spiel zu wiederholen oder noch zu verbessern. Wir konnten heute mit voller Bank antreten, verzichteten dazu noch auf eine zweite TH, um mehr Optionen im Spiel haben zu können. Ein Fehler, wie sich später herausstellte. Alle Mädels waren schon bei der Erwärmung höchst konzentriert, die sonst so gern gesehene Lockerheit fehlte etwas, die üblichen Scherze zwischen den Spielerinnen und auch den Trainern waren heute etwas Mangelware.

Die Fokussierung auf das Spiel zahlte sich aus. Mit der richtigen Einstellung und unbändigem Willen ging es auf die Platte. Mit dem Anpfiff der Partie zeigten die Mädels eine tolle Leistung, auch wenn nicht alles so wie geplant klappte. Im Spiel nach vorn war etwas zu wenig Bewegung, die sonst im Training so oft geübten und funktionierenden Abläufe wollten nicht immer fehlerfrei umgesetzt werden. Dafür klappten die Einläufe und die Anspiele an den Kreis fast wie im Schlaf und fehlerfrei, hier konnten wir Tor um Tor erzielen. Das Prunkstück unseres Spieles war aber zweifelsohne die Abwehr. Hier wurde gegen Ball und Gegenspieler aggressiv verteidigt, ohne jedoch Fouls zu begehen und Strafen zu kassieren. Unsere Linie hat sich immer leichtfüßig mit dem Ball mitbewegt, bot so den Gegenspielerinnen kaum Chancen wir einen Durchbruch. Der Kreis und die Außen wurden, bis auf wenige Ausnahmen, ganz konsequent gedeckt. Unsere Gegnerinnen hatten der sehr starken Abwehr kaum etwas entgegenzusetzen, so dass sich der Angriff der Gastgeber auf Rückraum- oder Einzelaktionen beschränkte. Die Gegentore entsprangen in der ersten Halbzeit fast ausschließlich Einzelaktionen oder aber wenigen Siebenmetern. Nach einer ganz starken Leistung in der ersten Halbzeit und mit vier Toren Vorsprung ging es in die Kabine.

In der Halbzeitansprache gab es nur wenig zu kritisieren, insbesondere wurden die Ballverluste durch ungenaues Passspiel angesprochen. Zudem wurden die Mädels noch einmal darauf hingewiesen, dass unsere Gegner zu Beginn der zweiten Halbzeit bei eigenem Anwurf mit Druck auf uns zukommen werden, um den Rückstand schnell zu verkürzen. Unsere Mädels haben hier aber die perfekte Antwort parat gehabt. Wie sie hier reagiert haben, hat nicht nur gefallen, sondern muss auch ausdrücklich gelobt werden. Die Abwehr hielt den Angriffen der Gastgeberinnen stand, offene Anspiele konnten unterbunden werden. Dazu traten unsere beiden Verteidigerinnen in der Mitte immer wieder rechtzeitig einen Schritt hervor und machten so die Zuspiele der Rückraumspielerinnen der Gastgeber sehr schwer. Immer wieder gelang es uns, den Ball zu erobern und selbst über Tempogegenstöße zu einfachen Toren zu kommen. Bezeichnend dann, dass nach einem 4:0-Lauf und der zwischenzeitlichen 17:9-Führung bereits nach etwas mehr als sechs Minuten die erste TTO der Gastgeber gezogen werden musste. Wir schalteten einen Gang zurück, eher unbewusst als vom Trainer eingefordert. Das Spiel ging ab diesem Zeitpunkt ausgeglichen weiter. Mal zogen wir etwas weg, mal kamen die Gastgeberinnen etwas heran. Aber unser Vorsprung war stets ungefährdet. In der Abwehr schlichen sich leider einige Fehler ein, so dass wir einige Siebenmeter verursachten, welche zu leichten Toren der Gastgeber führten.

Dennoch, bis drei Minuten vor Schluss der Partie war diese bei sechs Toren Vorsprung eindeutig. Es sollte wohl nichts mehr anbrennen. Dann kam eine insoweit überraschende Aktion unserer TH, schlicht eine Undiszipliniertheit. Die TH bekam eine Zweiminutenstrafe, und wir mussten nicht nur in Unterzahl weiterspielen, sondern darüber hinaus eine Feldspielerin in das Tor beordern. Außerdem, und das darf nicht unterschätzt werden, waren durch diese Aktion die Zuschauer da, die Atmosphäre war wieder überhitzt und giftig. So konnten die Gastgeberinnen den so beruhigenden Vorsprung noch auf drei Tore verkürzen.

In der Summe sahen wir ein überragendes Spiel unserer Mannschaft mit einem völlig verdienten und vom Anpfiff an nie gefährdeten Auswärtssieg, welcher deutlich knapper ausfiel, als das Spiel hergab. Vor dieser Leistung ziehen wir den Hut. Gut gemacht, Mädels!

Es spielten und siegten für den LHV: Anna P. – Maria, Emma, Lea, Johanna, Elisabeth, Victoria O., Marlene, Jessica, Mette, Laura, Janice, Alina

LHV Nord – Aus Liebe zum Sport