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Montag, 18. Februar, 2019 | Frauenmannschaft

LHV Nord - Bornaer HV 09 (41:20)

Zum Heimspieltag empfingen wir dieses Wochenende die Damen aus Borna. Nach der Enttäuschung vom letzten Wochenende war die lodernde Flamme heute wieder bereit Feuer zu fangen und unsere Damen gewillt ein schönes Handballspiel abzuliefern. Das Wort „schön“ steht normalerweise als Verallgemeinerung und implementiert ein 60 minütiges Spiel mit zwei Mannschaftsleistungen. Zum jetzigen Zeitpunkt lässt sich sagen: schön war es nur für eine Mannschaft am Ende! Das Debakel der Saison schlug erneut bereits vor dem Spielbeginn zu. Wieder keine Schiedsrichter in der Halle! Zum Ärgernis aller, denn die Ausfallquote dieser Unparteiischen steigt nun wöchentlich an. Nach glücklicher Fügung fanden sich zwei Parteien, die sich dieser schwierigen Aufgabe annahmen. Denn wie zu erwarten, wurde das Spiel ab der ersten Minute ein sehr körperbetontes Unterfangen. Zu Beginn fiel es unseren Damen vor allem in der Abwehr schwer sich dieser Aufgabe anzunehmen. Im Angriff hingegen konnte man in den ersten Minuten gleich beobachten, dass zum heutigen Tag alle Köpfe angeschaltet sind und nach Lösungen für einen erfolgreichen Torabschluss gesucht wurde. Rund 17 Minuten hat es gedauert, um Borna zu brechen. Die Abwehr erfuhr eine kleine Umstellung und prompt wusste unsere Defense sich aus eigener Kraft heraus mit schnellem Umschaltspiel zu belohnen. Ab dieser Spielminute ging es im wahrsten Sinne des Wortes rund! Besonders konnte in der der zweiten Hälfte von Halbzeit I unsere starke zweite Welle zum Vorschein kommen und Trainiertes routiniert umgesetzt werden. Bis zur Halbzeit erarbeiteten wir uns einen Stand von 18:12. In der Kabine ließen sich die Spielerinnen gut motivieren, denn unsere Gäste aus Borna legten bereits in der ersten Hälfte akute Schwachstellen dar und präsentierten sich teilweise unsportlich auf dem Feld. Das für dieses angewandte Verhalten noch Steigerungspotenzial vorhanden war, erschien manch einem Zuschauer als unmöglich, aber wie wir dann kennenlernen durften, scheint das bisher eine verborgene Entwicklungsniesche der Frauen aus Borna gewesen zu sein. Mit der Aufgabe unsere Gäste zu keiner einzigen Minute mehr zurück ins Spielgeschehen finden zu lassen, gingen wir hochmotiviert zurück auf das Spielfeld. Die Stimmung spitzte sich bereits kurz nach Anpfiff zu. Es wurden reichlich 2 Minuten Strafen verteilt an unsere Gäste, doch hatte man das Gefühl, dass es ab einem gewissen Zeitpunkt nicht mehr um Handball ging, sondern um die Lust am Verletzen der Spielerinnen. Dafür hatten wir einen Kniff auf Lager: Köpfchen beweisen! Und das setzten wir einwandfrei um. Es bereitete Spaß zu sehen, dass unser Team solch einer Situation gewachsen war und mit schönem Angriffsspiel glänzte. Es ließen sich in der zweiten Halbzeit nun auch konsequente 1. Wellen laufen und jede Spielerin erhielt die Chance sich heute direkt mit Toren zu belohnen. Auch suchten unsere Damen bewusst das Aufbauspiel in manchen Minuten, um Anwendung für taktische Mittel zu üben, immer wieder neue Spielsituation zu entwickeln und um wirklich alle Positionen aktiv mit einzubeziehen. Aus Sicht der Trainerinnen wirklich schön anzusehen. Hinter aller Angriffsstärke stand eine kollektive Abwehrarbeit, welche es letztendlich ermöglichte Borna so schnell die Lust am Handball zu rauben. Mit nur 20 Gegentoren in dieser Partie hat sich auch unsere Hüterin ein Bienchen verdient. Heute stimmte die Gemeinschaftsleistung von der ersten bis zur letzten Minute. So hat es am Ende für jede Feldspielerin auf dem Protokoll für mindestens ein Tor gereicht und jedem ein Lächeln gezaubert. Unsere Damen haben heute viele Ellenbogentreffer einstecken müssen, gegnerische Hände im Gesicht toleriert, blaue Flecken hingenommen, brutale Fouls über sich ergehen lassen, aber das Kämpfen hat sich gelohnt! Was der Unterschied heute war? Das Niveau.

Eine Spielbegegnung, welche selbst nach Abpfiff an Emotionen nicht abnahm. Das dieses unsportliche Verhalten sich auch im Nachgang nicht schlichten ließ, beweist lediglich Unreife im Umgang mit Niederlagen. Manches Leid, ist manches Freud und wie unsere Eltern und Großeltern schon wussten, zieht jedes Auftreten auch Konsequenzen mit sich! Für uns ist es die Freude, denn mit diesem Sieg schafften es die Damen vom LHV Nord ein Platz weiter höher zu klettern. Weiter so Mädels! Jetzt heißt es kurz durchatmen, das nächste Spiel im März gegen Naunhof steht bevor!

„Aus Liebe zum Sport “