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Noch viel zu lernen

Mittwoch, 19. Dezember, 2018 | C-Jugend

TuS Leipzig Mockau – LHV Nord 35:21 (16:7)

Heute trafen unsere jungen Handballerinnen der wJC auf den verlustpunktfreien Tabellenführer von TuS Mockau. Unseren Mädels war bereits vor dem Spielbeginn klar, dass es eine hohe Hürde zu überspringen galt. Umso schwerer wiegt es dann, wenn Ausfälle zu beklagen waren. Aber auch ohne einige Stammspielerinnen waren alle Mädels darauf bedacht, eine gute Leistung abzurufen und ein Spiel auf Augenhöhe zu bieten.

Doch bereits kurz nach der 1:0-Führung brach der gute Vorsatz in sich zusammen wie das berühmte Kartenhaus. Gerade mal 6:30 Minuten reichten den Gastgebern, um mit einem 8:0-Lauf die Weichen frühzeitig zu stellen. Freilich, auch so eine deutliche Führung kann verspielt werden, aber nach insgesamt acht gespielten Minuten hingen die Köpfe schon etwas. Die erste TTO musste her, schon sehr früh in der Partie. Die Fehler wurden klar angesprochen, waren aber auch den Spielerinnen durchaus bewusst. Der Angriff war zu statisch, kaum eine Bewegung war zu erkennen. Der Mut zum Abschluss, der Zug zum Tor fehlte. Unsere Kreisspielerin wurde unbeachtet gelassen. Dazu haben wir reichlich Bälle verloren, da unser Angriffsspiel viel zu dicht vor der Abwehr von TuS Mockau und dazu ungenau gespielt wurden, so dass unsere Gegnerinnen vor allem durch ein schnelles Konterspiel zum Torerfolg kamen. Dazu war unsere Abwehrarbeit nicht konkurrenzfähig. Nach der ersten Auszeit ging es mit etwas verändertem Personal auf die Platte. Von da an zeigte sich das Team mit der Bissigkeit und Stabilität, welche wir von Anfang an als gesetzten Maßstab angedacht hatten. Unser Angriffsspiel war variabel und stellenweise verblüffend einfach und effektiv. Unsere Außenspielerinnen liefen permanent ein, bekamen die Zuspiele fast perfekt in den Lauf serviert und hatten vor dem Tor einfaches Spiel. Das Zuspiel zum Kreis wurde gesucht und gefunden und auch der komplette Rückraum wusste zu gefallen. Es wurde sich bewegt, der Ball schnell und gefällig gespielt, dazu kamen gelegentliche Kreuzbewegungen. Leider verloren wir dabei auch einige Bälle, aber insgesamt war das Spiel ab der TTO deutlich besser. So ging man zwar mit einem Rückstand von neun Toren in die Kabine, aber in Anbetracht der ersten acht Minuten hat sich das Team ab diesem Zeitpunkt sehr achtbar geschlagen.

Nach der Halbzeitpause wollten wir in diesem Stil weitermachen. Ziel konnte nur noch ein achtbares Ergebnis sein. Es entwickelte sich ein völlig ausgeglichenes Spiel beider Mannschaften. Wechselseitig wurden die Tore verteilt. Mal konnten wir den Abstand zu den Gastgebern auf sieben Tore verkürzen, mal wurde dieser wieder auf zehn Tore erhöht. Festzuhalten ist aber, dass unser Team in der zweiten Hälfte des Spiels zu einem ausgeglichenen und guten Spiel beitragen konnte. Gegen Ende der Partie ließen dann die Kräfte etwas nach, die Kontermöglichkeiten und die daraus folgenden Tore für die Gastgeber mehrten sich etwas. So endete das Spiel letztlich in einer hohen Niederlage, allerdings in einer bemerkenswert fairen Partie. Gegen unser Team gab es lediglich eine (!) gelbe Karte.

Abgesehen von den ersten acht Minuten der Partie, in der wir diese bereits früh abschenkten, waren unsere Handballerinnen der wJC fast jederzeit in der Lage, mit dem starken Tabellenführer mitzuhalten. Ohne diese wirklich destruktive Phase wäre es sicher eine spannende und weitaus aufregendere Partie geworden. So müssen wir uns mit der Erkenntnis zufrieden geben, dass ein Spiel bereits mit dem Anpfiff beginnt. Ab diesem Moment die Leistung auf die Platte zu bringen wird der Anspruch der nächsten Spiele sein.

Es spielten für den LHV Nord: Bianca – Emma, Helena, Jara, Luisa, Antonia, Elisabeth, Anna, Marlene, Johanna und Mette

LHV Nord – Aus Liebe zum Sport!