News

Ein Duell auf Augenhöhe

Dienstag, 16. April, 2019 | Frauenmannschaft

 

SC DHfK - LHV Nord 22:22

Die letzte Auswärtsbegegnung stand unseren Frauen vom LHV Nord heute bevor. Unser punktgleicher Tabellennachbar lud uns zur Mittagszeit in die kleine Arena ein. Im Hinspiel gewannen unsere Damen gegen die Gäste in grün, jedoch nutze man zum damaligen Zeitpunkt die Gunst des geschwächten Kaders und holte souverän zwei Punkte Zuhause. Mit Blick auf die letzten Protokolle wurde ersichtlich: Heute kein Bonus, alle Spielerinnen an Bord. Viele Wechselmöglichkeiten boten sich uns nicht auf der Bank, dafür aber die Entschlossenheit von einem vollen Kaderbestand. Also wurde das Match von den Unparteiischen angepfiffen und so startete ein absolut spannendes Spiel gefüllt mit Emotionen. Gleich zu Beginn entwickelte sich ein sehr ausgeglichenes Spiel. Auf beiden Seiten nutzte man jede sich bietende Chance den Ball im Tor unterzubringen. Bis zur 19.ten Minute schien es keinen Überlegeneren auf der Platte zu geben. Das lag zum einen daran, dass uns zu viele Konzentrationsfehler unterliefen, mit Augenmerk auf die Fehlpässe im Angriffsverhalten der 1. Welle, zum anderen sorgten unsere jungen Unparteiischen mit einigen Fehlentscheidungen für mehr Spannung im Spiel. Dies brachte nicht nur das Publikum in Wallung, sondern auch die Trainerbank beiderseits. Der Ärger über solch eine Leistung musste zur Seite geschoben werden. Nach vorne schauen und weiter machen war die Devise! Doch folgten im Anschluss schaurige lange Minuten in denen nochmal alles an technischen Fehlern und Risikopässen gesammelt wurde. Die Hausdamen fackelten nicht lange und nutzten diese Durststrecke unsererseits, um sich erstmalig abzusetzen. Unsere Gastgeber zückten die Timeoutkarte bei einem ausgebauten Spielstand von 11:7. Diese Entscheidung spielte unserer Trainerbank in die Karten. Jetzt folgten scharfe Ansagen. Es sollten bis zur Halbzeit Taten folgen. Dieser Wachrüttler hatte gefruchtet. Peu à peu stieg das Torkonto und in der Abwehr ließ man kaum Wurfmöglichkeiten zu. Alle Würfe, welche dann doch einen Weg Richtung Tor fanden parierte unsere Hüterin. Eine Crunchtimephase mit Qualität, denn mit einem Tor im Plus gingen unsere Damen zur Halbzeit in die Kabine (11:12). An diesem Willen sollte nun angeschlossen werden in Halbzeit 2. Vor allem Passfehler brachen uns heute das Genick und verhinderten eine klare Möglichkeit sich abzusetzen. Alles war zu diesem Zeitpunkt noch drin. Schuhe festgeschnürt und ab zurück auf die Platte.

Mit Wiederanpfiff der zweiten Hälfte begann das ultimative Kopf-an-Kopf-Rennen. Auf beiden Seiten schenkte man sich nichts. Unsere Gastgeber schmissen sich ins Zeug und versuchten immer wieder den Torabstand zu vergrößern. Trotz aller Missgeschicke, welche den Damen unterliefen, blieben sie beständig dran und arbeiteten verbissen immer wieder bis zum Ausgleich. Uns fehlte nach jedem Ausgleich jedoch die Gerissenheit und die Lockerheit in Führung zu gehen. Überstürzt suchte man sich eine ungünstige Wurfposition, ein technischer Fehler unterband das Unterfangen sich abzusetzen oder die Unparteiischen übten sich im freien Verwalten des Spiels. Diese Partie spitzte sich mit Hinblick auf die Spielzeit immer mehr zu und die Emotionen brodelten. Es fand sich nicht die zündende Initialhandlung auf dem Feld, die alle nochmal richtig brennen ließ. Ein wenig Unglück spielte nun auch mit einigen Aluminiumtreffern rein. Eine hitzige Phase, in welcher wir diese Saison schon öfter das kürzere Streichholz gezogen haben. Doch was man erkennen konnte, dass alle unserer Mädels gewillt waren mindestens einen Punkt aus diesem Spiel mitzunehmen. Auf beiden Seiten vergab man im Wechsel entscheidende Tormöglichkeiten. Man kann quasi sagen, der Gleichstand wollte partout nicht von der Anzeigetafel verschwinden. Ein Blick auf die Uhr: noch 1:09 Min zu spielen. Unsere Karla parierte im Kasten, jetzt entwickelte sich die wohl letzte Chance ein Tor zu erzielen im Angriff. Timeout! Eine taktische Besprechung folgte, ein Spielzug sollte es richten. Nachdem alles besprochen wurde gingen unsere Damen zurück auf das Feld. Leider eine zu gebretterte Situation. Es mangelte an der Umsetzung und somit bissen wir in den sauren Apfel und formierten ein letztes Mal die Abwehr. Timeout unserer Gastgeber. Noch 15 Sekunden zu spielen! Jetzt galt es dicht zu machen, Augen auf und jegliche Wurfsituation zum Freiwurf klären. Die Gastgeber kamen mit 7 Feldspielerinnen zurück auf das Feld. Die bestehende Überzahlsituation wurde erkannt und laut über die Platte geschrien. Die Frauen der DHfK spielten geschickt ihre beste Werferin frei, welche aus unerklärlichen Gründen frei von 6m werfen durfte. Doch eine Sekunde zu früh in Sicherheit gewägt. Unsere Torhüterin parierte stark und sprang mit aller Körpergröße dem Ball entgegen und hielt! Noch 4 Sekunden auf dem Tacho! Statt den Ball direkt auf langen Weg ins leere Tor zu werfen, versuchte man unsere schnellste Spielerin nochmal zu schicken, doch das war leider am Ende auch die letzte Fehlentscheidung. Der Schlussbeep ertönte und das Spiel endete mit einem 22:22.
Fakt ist, um nicht in die Bredouille zu gelangen nutzt man vorher die Chancen, welche sich aus einem Spiel ergeben. Aus Sicht der wilden Schiedsrichterentscheidungen war es letztendlich ein Ergebnis mit welchen sich beide Parteien am Ende zufrieden geben konnten. Das Gute an diesem Punktgewinn ist, dass am Ende der Saison der direkte Vergleich in der Tabelle zählt und wir somit trotz Unentschieden den 8. Tabellenplatz wieder erklettern konnten. Eine wirklich spannende Handballpartie. Alles was diesen schönen Sport ausmacht wurde uns heute dargeboten. Sicherlich war jeder Spielerin bewusst, dass ein Sieg drin gewesen wäre, aber höchstwahrscheinlich konnten das unsere Gastgeber nach 60 gespielten Minuten ebenfalls sagen! So verabschieden wir uns diese Saison von der SC DHfK mit 3 von 4 möglichen Punkten und blicken dem letzten Saisonspiel gegen Rückmarsdorf-Löbnitz entgegen. Da erwarten wir nochmal volle Zuschauerplätze und eine Partie mit ähnlichem Spannungsfaktor!

Wir wünschen allen Mitgliedern, Fans, Familien und Bekannten schöne Ostern und freie Tage! 🐣🐇

„Aus Liebe zum Sport“