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Charme der Neugründung

Montag, 18. März, 2019 | Frauenmannschaft

LHV Nord - AAC 20:30

Vergangenen Samstag war wieder Heimspieltag. Die Frauen vom LHV Nord luden sich den AAC in die heimische Stätte ein. Ohne Frage, ein ungleiches Duell, doch die Damen aus dem Norden besaßen an und für sich den Heimvorteil. Mit befreitem Gefühl sollten die Mädels heute auf das Parkett gehen und unverkopften Handball spielen. In den letzten Wochen entwickelte sich eine sehr positive Eigendynamik in der Mannschaft, jetzt müsste man theoretisch nur den Showtime- Button umlegen und abliefern. Es wurde das Spiel von den Unparteiischen angepfiffen und es begann gleich das lange Einatmen und Warten auf das erste Erlösungstor seitens des LHV’s. Den gegnerischen Kasten hielt am Wochenende ein bekanntes Gesicht aus der Bundesliga die ersten Minuten sauber und es fand sich einfach kein Weg zu Beginn mitzuhalten. Auch fand man nicht gleich ins Spiel und die Nervosität spiegelte sich in Pass- und Fangfehlern wider, welche die Gäste sofort mit schnellen Angriffswellen bestraften. Dann endlich folgte das erste Tor. In der vollen Halle kam Stimmung auf und es wurde eifrig nach Möglichkeiten im Angriff gesucht, um Anschluss zu finden. Bis zum Stand von 5:8 sah es auch ganz danach aus! Auf beiden Seiten schenkte man sich in der Abwehr nichts, was es den Schiedsrichtern anscheinend erschwerte eine klare Linie zu pfeifen. Auf beiden Seiten spielte man mit der Entscheidungsfreudigkeit dieser und probierte sich aus in welchem Maß in der Abwehr agiert werden durfte. In den letzten 8 Minuten der ersten Halbzeit gelang es uns allerdings nicht den Anschluss zu halten und technische Fehler vermasselten den Halbzeitstand (7:15). Zur Ansprache zogen sich beide Parteien in die Kabine zurück. Es folgten direkte Anweisungen und Fehlerkorrekturen. Es galt: endlich dem Spiel Charakter und Charme zu verleihen, die Stimmung in der Halle aufzugreifen und in eine sehenswerte Handballpartie umzuwandeln. Die ersten zehn Minuten glichen leider dem Ende der ersten Halbzeit und somit wirkten die Vorsätze wie verflogen. Das Trainergespann reagierte und stellte um. Mit neuer Angriffsstrategie schlug die 40.te Spielminute und der Schalter zum Fighten wurde endlich umgelegt. Beim Stand von 8:24 blieb den Damen vom LHV nichts anderes übrig, als Vollgas zu geben. Mühevoll wurde aus der Abwehr heraus gearbeitet und ermöglichte uns nun auch die ein oder andere schnelle Welle zu laufen. Der Punktezähler begann kontinuierlich zu klettern und dieser Aufwind packte nicht nur die Damen, sondern auch unser Publikum. In den letzten zwanzig Minuten spielten wir diesen Handball, welchen wir schon in Halbzeit 1 vermissten. Doch besser spät als nie, denn den bleibenden Eindruck hinterließen die Damen vom LHV Nord, ganz ohne PR Präsenz, auf dem Feld. Eine Teamleistung, welche den Gästen in den letzten 6 Minuten lediglich nur ein Tor schenkte und keine Rücksicht auf das Spielergebnis mehr nahm. So gelang es den Damen vom LHV Nord am Endergebnis zu feilen und mit Abpfiff des Spiels blieben die Köpfe trotz Niederlage oben (20:30). Ein Spiel mit Gründungscharme. Was uns vom AAC letztendlich unterscheidet ist das Auftreten und so hat die Mentalität eines Teams manchmal mehr Kraft und Wirkung, als eine Mannschaft mit zusammengestellten individuellen Talenten. Auch dieses Rückspiel verlief im Vergleich zum Hinspiel deutlich besser und so schauen wir mit erhobenen Köpfen in die nächste Woche, denn am kommenden Wochenende erwartet uns das nächste Pokalspiel. Mit einem Sieg würden unsere Damen ins Finale einkehren und wahrscheinlich erneut auf den AAC treffen. Dann heißt es: Finale der Neugründungen im Leipziger Handball!

„Aus Liebe zum Sport “