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AGENS – die treibende Kraft

Montag, 1. April, 2019 | A- Jugend

Bezirksmeisterschaft 2019 - ein übersichtliches Turnier mit einem Wechselbad der Gefühle

Am vergangenen Wochenende stand das lang ersehnte und einzige Highlight der weiblichen A-Jugend in dieser Saison an. Da der LSV Südwest kurzfristig abgesagt hatte, beschränkte sich die Bezirksmeisterschaft auf zwei Partien und nach der Auslosung stand fest: zuerst mussten wir uns gegen die Mädels aus Rückmarsdorf und im letzten Duell des Tages gegen den starken Mockauer Kader beweisen.
Nach einigen Wochen der gemeinsamen Vorbereitung starteten wir motiviert mit einer gemischten Mannschaft aus B- und A-Jugend ins Derby gegen Rückmarsdorf. Da uns spontan die einsatzfähigen Torhüter ausgegangen waren, musste die Abwehr umso härter arbeiten um Eva im Tor zu unterstützen und die gegnerische Torausbeute so gering wie möglich zu halten. Die erste Halbzeit verging auf Augenhöhe und man schenkte sich nichts. Die Abwehr stand weniger stabil als erhofft, so gelang es während der ersten 25min nicht sich einen Vorsprung zu erarbeiten. Im Angriff konnte man durch Kampfgeist und Spielintelligenz einige ansehnliche Handballszenen präsentieren, erschwerte sich jedoch auf Grund technischer Fehler wiederholt das Leben und konnte nur mit Mühe mithalten. In der Halbzeitpause gab es bei einem Stand von 11:9 knackige Ansagen aber vor allem Motivation. Es galt die Verantwortung nicht abzuschieben sondern beherzt und vor allem konzentriert zu agieren, denn noch war die Partie keineswegs verloren.
Die ersten Minuten der zweiten Halbzeit verschlief man leider und konnte trotz gegnerischer Zeitstrafe und der daraus resultierenden Überzahlsituation nicht punkten. Dauerhaft einem geringen Rückstand hinterher zu rennen kostet Kraft und das wurde langsam spürbar. Ein Umstellen der Abwehr auf eine offensivere Formation versprach nur einen kurzen Lichtblick. Bis zur 50. Minute gelang es den Mädels mehrmals auf zwei Tore heranzurücken, doch vermasselte man sich das entscheidende Anschlusstor immer wieder durch Schusselfehler. So trennten wir uns bei einem Stand von 25:21 und beobachteten während der nächsten Stunde die Partie unserer Gegner. Nach einem, wie erwartet, deutlichen Sieg der Mannschaft aus Mockau, erwärmten sich unsere Mädels ein zweites Mal und starteten ins deutlich schwierigere Match des heutigen Tages. Mockau startete mit der gleichen Energie, mit der sie auch das letzte Spiel für sich entschieden hatten und überrannten unsere Mädels damit ein wenig. Beim 0:8 erwachten wir aus der Schockstarre und versuchten immerhin aktiv ins Spielgeschehen einzugreifen, anstatt nur zuzusehen. Leider gestaltete es sich schwierig den Anschluss zu finden: Mockau nutzte gerissen jeden Fehler unsererseits aus und verwandelte so gut wie jeden Tempogegenstoß. Janice im Tor fasste sich dennoch einige Male ans Handballherz und parierte einige Würfe der Gegnerinnen. Unserer eher passiven Abwehr fiel es offensichtlich schwer, die Mockauer Mädels in die Bredouille zu bringen und so rannten wir dem Spielstand erneut hinterher. Die Motivation schien jede Minute etwas zu sinken und es folgte, was an diesem Tag eigentlich vermieden werden sollte: hängende Köpfe und darin fest verankerte Blockaden. Bis zur Halbzeit erreichte man einen Spielstand von 4:15 und fragte sich was da eigentlich passiert war. Zur Pause wurde nochmal klar gestellt: niemand musste sich Druck machen, niemand musste sich schuldig fühlen. Dennoch war der eigentliche Plan an diesem Tag gewesen, befreit noch einmal gemeinsam Handball zu spielen und dabei auch Freude zu empfinden. Jede Spielerin konnte Tore werfen und sollte sich an diesem Tag ausprobieren um an Spielerfahrung zu gewinnen.
In die zweite Halbzeit starteten wir deutlich fitter und aufgeweckter. Nach einigen Minuten erschien das lang ersehnte "Bling" im Kopf, auf einmal versuchte dann doch jede Spielerin das Ergebnis noch ein wenig auszubessern und im Mannschaftsverband begann die Aufholjagd. Um in Mockau tatsächlich noch etwas auszurichten, leider zu spät. Dennoch muss gesagt werden, dass in der zweiten Hälfte der Partie die Abwehr deutlich entschlossener agierte und man unseren Gegnern seltener klare Möglichkeiten anbot. Jede Spielerin übernahm einen Teil der Verantwortung und so konnte man bis zur 50. Minute ein ansehnlicheres Ergebnis präsentieren als noch zur Halbzeit. Mit "nur" zehn Toren im Minus trennten wir uns bei einem Stand von 14:24 und durften uns am Ende des Turniers die Bronzemedaille um den Hals hängen.

Sicherlich hätte die Mannschaft heute einen deutlich attraktiveren Handball präsentieren können. Dennoch konnte man immer wieder erkennen, dass die Mädels Spaß daran haben gemeinsam Handball zu spielen und auch nach dieser sparsamen Saison einige Talente im Kader schlummern. Jede Spielerin hat das Potenzial noch einige Handballskills zu festigen, Neues zu lernen und an Selbstbewusstsein zu gewinnen wenn sie dabei bleibt und an sich arbeitet.
Wir freuen uns die erste Medaille für unseren, noch sehr frischen Verein verzeichnen zu dürfen und hoffen auf zahlreichere Einsatzmöglichkeiten für unsere jungen Spielerinnen in der nächsten Saison.
Für die Sachsenmeisterschaft wünschen wir den Mädels aus Mockau als Leipziger Vertreter viel Erfolg und drücken die Daumen!

„Aus Liebe zum Sport "