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50 Minuten Fassungslosigkeit

Dienstag, 16. April, 2019 | B-Jugend

Germania Zwenkau - LHV Nord 25:18

Die Pokalfee hat gesprochen: Zwenkau - LHV Nord.
An einem Freitag reisten wir nach Zwenkau um Motivation und Siegeswillen unter Beweis zu stellen. Jede Spielerin wollte dieses Ticket ins Finale und war bereit dafür zu kämpfen!
Mögen die Spiele beginnen!

Ach ja, da war ja noch was. Es fehlten noch 2 Unparteiische um das Spiel zu pfeifen. Diese Saison hielten sich die Schiedsrichter mit ihrer Anwesenheit sehr bedeckt und wir hoffen alle, dass es sich hierbei um eine Ausnahmesaison handelt.
Es wurden 2 gefunden, die diese Aufgabe übernahmen und somit hieß es erneut: Mögen die Spiele beginnen!!
“ Wir sind….EIN TEAM !!!!"
Von Beginn an setzten wir vor allem auf ein temporeiches Spiel. Die Bälle sollten von der gegnerischen Hand über eine geschickt agierende Abwehr direkt in unsere Hände fallen. Da diese Formation im Training überzeugt hatte, entschieden wir uns für ein offensives 4:2 Deckungssystem. Leider wurde im Spiel davon nicht viel gezeigt.
Jede Spielerin gab alles und versuchte die Motivation hoch zu halten. Jedoch mussten sich Torchancen allein erarbeitet werden, keine stand für die andere ein. Heute funktionierten wir als Team schlichtweg nicht.
Im Angriff konnten die einfachsten Dinge nicht umgesetzt werden:  Es war kein Spielaufbau zu sehen; keine Spielzüge, die Sicherheit ins Spiel bringen sollten. Von geschickten Doppelpässen oder  Kreuzungen, die die Abwehr in Bewegung bringen sollten, keine Spur. In der Deckung stellten wir relativ schnell um und nahmen eine unserer Gegnerinnen vollständig aus dem Verkehr. Die Spielerin zu isolieren gelang sehr gut, jedoch stand der Rest der Abwehr nicht annähernd so kompakt wie es notwendig gewesen wäre um daraus einen Nutzen zu ziehen. Unsere Gegner suchten häufig den Weg durch unseren Mittelblock, wo heute unsere Schwachstelle lag. Diese zu beseitigen erforderte die ungeteilte Aufmerksamkeit unserer Mädels und so zogen wir die erste Timeout Karte. Es hagelte einige knackige Ansagen und unsere Spielerinnen gingen mit neuem Mut und anscheinend auch mit TEAMGEIST auf die Platte. Wir spielten noch immer nicht den ansehnlichen Handball, den wir erwartet hatten aber jede Einzelne fasste sich ans Handballherz und man erkannte wieder eine Mannschaft auf der Platte. Wir waren auf der Aufholjagd und das zogen die Mädels bis zur Halbzeitpause durch, womit der Vorsprung unserer Gegner bis auf ein Tor verkürzt würde.
Nach einer kurzen Pause mit der erneuten Ansage das Tempo anzuziehen und vor allem gemeinschaftlich zu kämpfen, gingen wir wieder auf das Spielfeld. Das Trauerspiel der ersten 18 Minuten setzte sich fort und die Lage spitzte sich zu.
Die Gegner konnten regelrecht an der Abwehr vorbei spazieren und man ließ sie gewähren, sodass sie ihre Torchancen beinahe ungestört nutzten.
Selten haben wir als Trainerpaar so häufig umstellen und eine Lösung nach der Nächsten suchen müssen, da sich im Spielverlauf immer neue Probleme ergaben. -10 stand auf der Tafel und wir zogen erneut eine Timeout Karte.
Jetzt wurde der Ton etwas schroffer, scheinbar hat jedoch das die Mädels zum Umdenken angeregt. Die letzten 8 Minuten bahnten sich an und das Spiel war noch nicht verloren! Alles war möglich und keine Spielerin durfte jetzt aufgeben! “ Wir sind...EIN TEAM!!!”

In den letzten Minuten haben wir den Teamgeist gesehen, welcher vorher vergebens gesucht wurde. Unsere Abwehr stand sicher und ließ unseren Gegnern kaum Spielraum. Im Angriff unterliefen den Mädels kaum technische Fehler, präzise im Torabschluss kämpften wir uns Stück für Stück heran. Ein 0:6 Lauf für unsere Mädels und der Knoten war geplatzt. Leider zu spät für diese Partie.

Es gelang unseren Mädels heute nicht ihre Leistung über die komplette Spielzeit abzurufen und von Beginn an im Mannschaftsverband füreinander einzustehen. Beim Handball lediglich für acht Minuten Vollgas im Kopf und in den Beinen zu geben reicht nicht aus um am Ende als Sieger von der Platte zu gehen. Unter Druck schienen unsere Mädels nicht als Mannschaft agieren zu können obwohl bei jeder Einzelnen die Motivation deutlich zu sehen war.
In dieser Saison haben wir die Chance als neuer Verein nicht genutzt im Pokalfinale zu stehen, nächstes Jahr jedoch greifen wir stärker wieder an.

Es haben für LHV Nord  gespielt: ( Natalie, Maria, Johanna, Elli, Luisa, Vicky, Anna, Marlene,
Emma, Fine, Lea, Alina, Janice, C: Mette)

„Aus Liebe zum Sport "